Die Historie des TSV Neuötting

Es war das Turnen, das laut Chronik die ersten sportlichen Akzente in Neuötting setzte. 1852 stellten sechs Männer, unter Führung des aus Füssen zugezogenen Adam Seelos, drei Turngeräte im Garten eines Anwesens in der Frauengasse auf. An einem Barren, einem Reck und einer freistehenden Kletterstange begann somit die Ära des Sports und die Geschichte des TSV Neuötting.

Zeittafel

1852 Sieben Personen beginnen mit dem Turnen in Neuötting.
1856 Einstellung der sportlichen Tätigkeiten.
1860 Neubeginn des Turnens. Vorstand und Turnwart werden ernannt. Ende des Jahres erneute Einstellung des Sportbetriebes.
1864 Gründungsversammlung am 29. Juli, Satzung wird beschlossen.
1865 Aufnahme in den Turnerbund, Gründung der Freiwilligen Feuerwehr unter wesentlicher Beteiligung der Turner, Erstmalige Erwähnung eines Turnerballes.
1866 7. Oktober: Weihe der ersten Fahne, erste Turnwettkämpfe und Theateraufführungen.
1901 40-jähriges Gründungsfest, Beitritt Turngau Inn-Salzach.
1907 Gründung einer Damenriege unter Leitung von Anton Lindemann.
1910 Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichts Altötting. Kauf des Turnhallengrundstücks an der jetzigen Simbacher Str. (früher Alzgerner Straße) und Baubeginn der vereinseigenen Turnhalle.
1911 Fertigstellung der Turnhalle.
1912 50-jähriges Gründungsfest und Gründung der Fußballabteilung.
1913 Austritt der Fußballer aus dem Turnverein. Gründung des FC Oetting gemeinsam mit den Altöttinger Fußballern.
1914 Einstellung des Turnbetriebes. Turnhalle wird Pflege- und Erholungsstätte für Verwundete des 1. Weltkrieges.
1919 Wiederaufnahme des Sportbetriebes, Vereinsrückkehr der Fußballer.
1921 Erneute Abspaltung der Fußballabteilung und Gründung des FC Oetting. Erstmalige Damenbeteiligung an Turnwettkämpfen.
1923 Übernahme der Patenschaft bei der Neugründung des TV Marktl.
1932 Auflösung des Fußballvereins FC Oetting, Gründung des Fußballvereins SpVgg Neuötting.
1933 Das Jahr „1852“ wird in den Vereinsnamen aufgenommen und das Führerprinzip im Verein eingeführt.
1935 Ausscheiden des TV aus der Deutschen Turnerschaft und Aufnahme in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen.
1936 Auflösung der Knaben- und Mädchenriege bis 14 Jahre zugunsten der Eingliederung in die Hitlerjugend und den Bund deutscher Mädchen.
1937 Feier 85. Gründungsjubiläum
1940 Einstellung des Turnbetriebes der Männer.
1941-43 Turnerdamen veranstalten Bunte Abende in der Turnhalle.
1945 Zaghafter Wiederbeginn des Sportbetriebes.
1946 Wiederaufnahme des Sportbetriebes nach Entnazifizierung. Zusammenschluss des Fußballvereins SpVgg und des TSV 1852 Neuötting am 3. Juli. Gründung einer Leichtathletik- und Faustballabteilung.
1949 Beginn der Neuöttinger Blütezeit im Kunstturnen und Fußball.
1950 Fertigstellung neuer Fußballplatz an der Simbacher Str. Gründung der Tennisabteilung und Bau zweier Tennisplätze neben der Turnhalle.
1951 Gründung der Fechtabteilung.
1952 Hans und Lydia Pfann nehmen im Kunstturnen an der Olympiade in Helsinki teil. 100-jähriges Gründungsjubiläum mit großem Sportprogramm und Weinfest.
1953 Gründung der Skiabteilung. Erweiterung und Renovierung der Turnhalle.
1954 Einweihung der Skisprungschanze in Winhöring-Burg (Meindl-Schanze).
1956 Hans Pfann nimmt an der Olympiade in Melbourne teil.
1968 Fertigstellung des Sportheims am Fußballplatz an der Simbacher Str.
1969 Die Mitgliederzahl des TSV übersteigt die Marke 1000.
1970 Gründung der Tischtennis-Abteilung. Die Stadt Neuötting beteiligt sich im Wesentlichen mit Vertretern aus dem TSV an dem Fernsehwettkampf „Spiel ohne Grenzen“.
1972 Gründung der Basketball-Abteilung.
1973 Veräußerung von Turnhalle und Grundstück an der Simbacher Str. an die Stadt Neuötting. Der TSV wird Eigentümer eines 8.000 qm großen Grundstücks „Am Bärenbach“. Baubeginn von Tennisplätzen und Tennisheim, Tennisplätze werden fertiggestellt.
1974 Fertigstellung und Bezug des neuen Tennisheims.
1975 Abriss der 1911 erbauten Turnhalle. Wechsel vom aufgelösten Turngau Inn-Salzach zum Turngau Inn-Chiem-Rupertigau.
1976 Fertigstellung der neuen Zweifachturnhalle der Hauptschule der Stadt Neuötting, die seitdem Haushalle des TSV ist.
1977 Gründung der Kegelabteilung. Fertigstellung der Außenanlagen des Sportgeländes an der Simbacher Str. Anschaffung und Weihe der zweiten Vereinsfahne.
1984 Sporterweiterung am Fußballplatz.
1987 Mitgliederzahl überschreitet 2000.
1990 Einrichtung der TSV-Geschäftsstelle im Sportheim am Fußballplatz.
1994 Gründung der Reitabteilung.
1997 Gründung der Karateabteilung.
1998 Ausstattung des Fitnessraums in der Turnhalle.
2002 150-jähriges Vereinsjubiläum.